Beispiel einer Wärmebrückenberechnung

Wärmebrückenberechnungen für Wohn- und Nichtwohngebäude, Neubau und Sanierung im Bestand

Nachweis zum Feuchteschutz an Wärmebrücken

Wir führen Wärmebrückenberechnungen für einzelne Anschlüsse nach Ihrer Vorgabe zum Nachweis des Mindestwärmeschutzes nach DIN 4108-2 im Bereich von Wärmebrücken durch. Hier liegt der Fokus auf der Tauwasservermeidung auf den Innenoberflächen im Anschlussbereich. Nach DIN 4108-2 ist ein Temperaturfaktor von mindestens 0,7 bzw. eine Mindestoberflächentemperatur von 12,6 °C im Bereich von Wärmebrücken einzuhalten.

Wir erweitern unsere Wärmebrückenberechnungen auf Ihren Wunsch hin gerne um die nachfolgend beschriebenen Leistungen.

Gleichwertigkeitsnachweis für Wärmebrücken

Wir erstellen Gleichwertigkeitsnachweise für Wärmebrücken gemäß DIN 4108 Beiblatt 2. Bei einem Gebäude mit Geltung des Gebäudeenergiegesetzes GEG (Bauantrag / Bauanzeige / Beginn Sanierung ab 01.11.2020) wird die DIN 4108 Beiblatt 2 : 2019-06 angewendet.

Wir benötigen dazu:

  • Die Baupläne zum Bauvorhaben,
  • die Konstruktionsdetails zu den Bauteilanschlüssen,
  • die Bauteilberechnungen.

Betrachtet werden müssen linienförmige Wärmebrücken, punktförmige Wärmebrücken nicht.

Die zum Gleichwertigkeitsnachweis nötigen Wärmebrückenberechnungen führen wir mit der Software BKI Wärmebrückenplaner durch. Falls verfügbar und zutreffend, nutzen wir auch bestehende Wärmebrückenkataloge von Baustoffherstellern.

Mit dem erbrachten Gleichwertigkeitsnachweis darf in der Energiebedarfsberechnung nach EnEV ein reduzierter Wärmebrückenzuschlag von ΔUWB = 0,05 W/m²K für alle Bauteile des Gebäudes verwendet werden statt im Standard ΔUWB = 0,10 W/m²K. Dies führt bei gegebener Wärmedämmung zu niedrigeren Wärmebedarfskennwerten.

Wenn möglich, führen wir auch das „KfW-Wärmebrückenkurzverfahren“ durch, welches Wärmebrückenzuschläge von ΔUWB = 0,035 W/m²K bis ΔUWB = 0,025 W/m²K erlaubt. Das „KfW-Wärmebrückenkurzverfahren“ ist jedoch sehr restriktiv geregelt, die erfolgreiche Durchführung ist an viele konstruktive Bedingungen geknüpft.

Für ein Gebäude mit Geltung des Gebäudeenergiegesetzes GEG sind mit dem Gleichwertigkeitsnachweis nach DIN 4108 Beiblatt 2 : 2019-06 folgende Wärmebrückenzuschläge möglich:

  • Kategorie A: ΔUWB = 0,05 W/m²K oder
  • Kategorie B: ΔUWB = 0,03 W/m²K.

Mit dem Gleichwertigkeitsnachweis wird auch der Nachweis der Erfüllung der Anforderung zum Feuchteschutz im Bereich der Wärmebrücken gemäß DIN 4108-2 erbracht.

Detaillierte Wärmebrückenberechnung

Ist für mindestens ein Konstruktionsdetail des Gebäudes der Nachweis der Gleichwertigkeit gemäß DIN 4108 Beiblatt 2 nicht möglich, ist ein detaillierter Wärmebrückennachweis erforderlich. Der ggf. erforderliche Wechsel vom Gleichwertigkeitsnachweis auf den detaillierten Wärmebrückennachweis erfolgt selbstverständlich in Abstimmung mit Ihnen.

Wir benötigen für den detaillierten Wärmebrückennachweis:

  • Die Baupläne zum Bauvorhaben,
  • die Konstruktionsdetails zu den Bauteilanschlüssen,
  • die Bauteilberechnungen,
  • die Energiebedarfsberechnung mit der wärmeübertragenden Hüllfläche.

Aus den für jedes Anschlussdetail mit der Software BKI Wärmebrückenplaner berechneten oder falls zutreffend aus Wärmebrückenkatalogen entnommenen Wärmebrückenverlustkoeffizienten, den Längen der betrachteten Bauteilanschlüsse sowie der gesamten wärmeübertragenden Umfassungsfläche berechnen wir den Wärmebrückenzuschlag für alle Bauteile des Gebäudes.

Der so berechnete Wärmebrückenzuschlag kann noch niedriger ausfallen als der reduzierte Wärmebrückenzuschlag von ΔUWB = 0,05 W/m²K. D.h. auf diese Weise sind ggf. noch weiter verringerte Wärmebedarfskennwerte möglich bzw. eine Optimierung der Konstruktion zum Beispiel auf ein angestrebtes Förderungsniveau.

Der detaillierte Wärmebrückennachweis umfasst auch den Nachweis der Einhaltung der Anforderungen des Feuchteschutzes im Bereich der Wärmebrücken gemäß DIN 4108-2.

Hygrothermische Wärmebrückenberechnung

Berechnungen zum Feuchteverhalten von Wärmebrücken unter realen Klimabedingungen führen wir mit WUFI 2D durch, siehe "Wasserdampfdiffusion - dynamische Berechnung mit WUFI".

 

Ihre Anfrage zur Wärmebrückenberechnung

Bitte senden Sie uns Ihre Anfrage bezüglich eines Wärmebrückennachweises an unsere E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit folgenden Unterlagen:

  • Energiebedarfsberechnung mit Bauteilberechnungen / U-Wert-Berechnungen.
  • aktueller Bauplan / Werkplan und
  • Konstruktionsdetails.

Für statische Wärmebrückenberechnungen nutzen wir die Software BKI Wärmebrückenplaner.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und senden Ihnen baldmöglichst per E-Mail ein kostenloses und unverbindliches Angebot im pdf-Format!